Freitag, 1. März 2013

MBLN: Interview mit Ralph

MBLN :                 
Interview mit Ralph >>
http://youtu.be/cAXIZX7aha0

Kommentare:

  1. Tolles Interview,
    ich bin als Lohnsklave über Zeitarbeit in einer Großbäckerei "eingesetzt" und verachte mich manchmal dafür, dass ich nicht mutiger bin und mich dagegen auflehne. Nun, die Miete will gezahlt sein, der Kühlschrank muss voll sein und vom Gehalt meiner Partnerin allein können wir nicht leben.
    Mich packt regelmässig förmlich das Grauen wegen der Atmosphäre der Angst die in diesem Arbeitsumfeld herrscht, aber es packt mich auch genau so oft Wut und Verzweiflung. Totschlagargumente gegen das BGE kenne ich zu Genüge aus meiner Familie, oder wenn man mal in einer subversiven Stimmung versucht ist, diese Idee dem ein oder anderen "einzupflanzen". Am Ende wird man dann oft als Spinner oder Träumer eingestuft und gilt als Sonderling, oder Miesepeter. Ich weiß, dass das auf Dauer nicht gesund sein kann sich immer wieder mit einer inneren Auflehnung "beschäftigten" zu lassen, und sowas wie Menschenwürde kommt mir darum wohl immer mehr abhanden. Jeder scheint wie ich selbst nur auf sein kleines bisschen Sklavenlohn aus zu sein, und ist in ständiger Angst auch das könnte einem noch genommen werden.

    Mein Dank gilt daher allen hier die mutiger sind und sich öffentlich zu dem bekennen, was einfach gedacht, gesagt und getan werden muss, damit wieder mehr Lebensfreude, Kreativität, Mitmenschlichkeit und Sinn in die Welt kommt.

    Es rettet uns kein höh'res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!
    (aus "Die Internationale", Text Emil Luckhart, 1910)

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  2. Habe noch nicht den ganzen Film angesehen. Aber ich denke, das Ralph vergessen hat, dass jeder Bürger zwangskrankenversichert ist und eine Mehrbelastung von mind. 250 EUR/Monat hat.

    Mach weiter so tolle Aufklärung! Danke Ralph!

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  3. Hallo Ralf,
    alle Deine Visionen sind sehr schön, aber BGE, wie Du es dir vorstellst, ist zu kompliziert und bedarf, um die Missbrauchsmöglichkeiten zu beseitigen, sehr viel Gesetzesänderungen und Umstrukturierungen. Es gibt ein anderes Konzept, dass innerhalb drei Monate durch zwei Änderungen durchführbar wäre. Dieses Konzept wird in allen Einzelheiten und mit allen Berechnungen hier vorgestellt: http://www.bandbreitenmodell.de/. Götz Werner macht tolle Arbeit indem er die Idee des Grundeinkommens verbreitet, aber sein Konzept wirft sehr viele Fragen auf, die alle irgendwie gelöst werden müssen. Das Bandbreitenmodell lässt diese Fragen gar nicht erst entstehen. Schaue es Dir bitte an, vielleicht bist Du dann auch der Meinung, dass man der Wirtschaft besser mit Pragmatismus anstatt mit Esoterik begegnen soll.

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    1. Wenn ich mir die Vergangenheit der Menschheit anschaue,stelle ich fest,dass wohl die meisten
      politischen und wirtschaftlichen Systeme in gewissem Sinne pragmatischer Natur waren.Auf obsoleten Wertvorstellungen,einem fragmentierten Bewusstsein und einer egoistischen
      Einstellung kann sich keine neue Vision aufbauen.Das heißt,wenn die große Masse an Menschen sich weiterhin so verhält,wie sie es bis jetzt tut,werden wir keine wirkliche Veränderung bewirken.Das Bandbreitenmodell ist gut durchdacht,und es macht auf jeden Fall Sinn,sich mit diesem tiefer zu befassen.Vielem,was ich darin erkenne,kann ich zustimmen.Aber zu wirklicher Veränderung führt letztendlich nicht ein pragmatisches Modell,sonst würde man ja nur die Struktur austauschen müssen,sondern die Entwicklung der eigenen Spiritualität.Erst dass Spüren und Erfahren der Welt bewirkt die notwendige Innere Veränderung.Virtuelles Monopoly und ein mathematisches Denken können zwar Modelle entwerfen,sie zu leben ist noch mal was anderes.Die Aktion von Ralph Boes bringt viel Menschlichkeit und Herz zutage,mehr als es die Rechenkünstler am Schreibtisch je vermögen,und nebenbei bemerkt,den Einsatz von Ralph Boes mit Esoterik zu verwechseln,düngt mir doch etwas vermessen.LG,Stefan

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    2. Mit Esoterik habe ich nicht den Einsatz von Ralph gemeint, sondern die ausschweifende Antworten von Götz Werner: Auf alle Fragen zur konkreten Gestaltung des BGE antwortet er mit immer gleichem "wir müssen uns das denken können". Ich bin nun mal gegen die Behauptungen, dass Dinge sich von alleine regeln, sobald man weis was man will - das täten sie vielleicht, wenn man 300 Jahre leben würde, aber in unserem kurzen Leben muss alles ein bisschen schneller passieren. Und das Bandbreitenmodell sehe ich als eine Grundlage, auf der die Spiritualität gedeihen kann, wie beim Brecht eben "erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral". Dass Götz Werner es nicht eilig hat und auf die Veränderung in den Köpfen baut ist nachvollziehbar, er muss ja nicht von Hartz IV leben. Wir aber brauchten das BGE jetzt und mit Bandbreitenmodel ist es sofort machbar ohne das irgendetwas zusammen bricht. Übrigens: Der Entwickler des Bandbreitenmodells wird unterstützt von der Deutschen Demokratischen Partei und deren Ziele würden vermutlich auch Deiner Weltvorstellung entsprechen.

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    3. Das Bandbreitenmodel wird niergendwo eingeführt. Es ist wie der Rattenfänger von Hameln, wie der Wolf im Schafspelz. Es ist noch neoliberaler als die FDP. Vollbeschäftigung soll erzwungen werden auf Kosten der Eigenbestimmung der Menschen und auf Kosten der Natur. Bitte vorher schlau machen, bevor jemamnd seine Meinung zum BBM abgibt. Sie nennen sie es sogar BGE 2.0, so als ob es eine Fortentwicklung des BGE wäre. Eine Unverschämtheit sondergleichen.

      Wer interessiert ist, möchte sich den folgenden Dialog durchlesen:

      http://naja-also.blogspot.de/2011/07/wie-steht-die-partei-der-vernunft-pdv.html

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  4. Ich merke gerade, dass ich Deinen Namen falsch geschrieben habe, entschuldige bitte.

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  5. Hallo Ralph, mal ne ganz andere Frage, was ist mit Deiner Klage, du weist schon wegen dem Versammlungsverstoß und dem Versuch Dich aus Dem Verkehr zu ziehen. Ich höre davon gar nichts mehr, WAS Ist mit der Akte ist die schon da? Wer hat Dich angezeigt, darfst du das überhaupt sagen????
    War es vielleicht der Gauck selbst?

    Vielen Fragen, die glaub ich nicht nur mich allein interessieren.

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    1. Kommenden Dienstag habe ich deswegen beim Rechtsanwalt einen Termin! Danach mache ich Meldung!

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  6. Hallo!
    Ralphs Hinweis, das Bge schrittweise einzuführen, finde ich zwar gut, aber das braucht noch viiieeeel Überzeugungsarbeit. Die Sanktionen müssen aber sofort weg, denn das ist Menschenrechtsverletzung. Das mit amazon ist kein Betreibsunfall, sondern eine gewollte Folge des Systems. Sollte es Ralph gelingen in absehbarer Zeit die Sanktionen zu kippen, so besteht die Frage, ob unsere Gesellschaft schon soweit ist mit dem BGE. Das sehe ich kritisch. Deshalb brauchen wir Übergangslösungen, z.B. den Mindestlohn der Linken (das ist nicht das Gelbe vom Ei, könnte aber eher mehrheitfähig sein) Wenn Menschen grundsätzlich mehr verdienen müssen, weil der gESETZGEBER es vorschreibt, so wird der Niedriglohnsektor gehoben und der sanktionsfreie Hartzer wird vielleicht freiwillig bei Mces arbeiten. Ich sehe es problematisch BGE und Hartz Sanktionen zu vermischen. Denn ich kenne Leute, die gegen Sanktionen sind, aber auch gegen das BGE. Ralph argumentiert, wenn das Hartz ohne Sanktion ausgegebne wird, so crascht der Niedriglohnsektor. Da ist was WAHRES dran, aber das ist ein gefähliches Argument Ralph. Weil Du damit zeigst, dass die Sanktionsjunkies Recht haben: Ohne Sanktion geht es nicht!
    wIE OFT höre ich das. Ich aber sage: OHNE Grundrechte geht es nicht, alles andere ist erstmal zweitrangig. Wer die Alternative setzt, wie Ralph entweder Sanktionen, sonst crascht die Wirtschaft oder eben Grundeinkommen, wird ein Loch erzeugen bzw. eine Alternativlosigkeitsdebatte. Ich sage, wir brauchen Sanktionen weg sofort!!! Und Übergangslösungen zum BGE:
    Warum nicht eine EGV ohne Sanktionen,in Verbingung mit 10 eur Mindestlohn die folgendermaßen lautet:
    Die Gesellschaft erwartet vom ALG 2 Bezieher, die Übernahme einer erwerbsmäßigen oder ehrenamtlichen Tätigkeit. Der Bezieher ist frei in seiner Entscheidung und genießt die volle Unterstützung durch die ARGE und Beratung aus seinem Leben etwas sinnvolles zu machen.
    USW....... wer den Text für unrealistisch hält, sollte sich überlegen, wenn das Jobcenter entwaffnet wird, durch das Verbot von Sanktionen, so muss es kooperieren und eher an die Freiwilligkeit, UND Gewissen appelieren. Es bleibt nur die Nummer von Beratung. Das heißt ohne Sanktionen muss! sich der Staat Kooperativ zeigen, die Wirtschaft muss sich schon dann ändern. Aber gleichzeitig wird der deutsche Michl aufmerksam für das BGE. Er wird sagen: Wenn die Hartzer dat hann, dann will ich dat auch hann. Und zack schon ist die Debatte über ein BGE neu entflammt. Aber wie gesagt nicht aufs Grundeinkommen warten, denn dazu müssen Mehrheiten gefunden werden. Dennoch Sanktionen sofort weg, Menschenrecht jetzt!!! Mindestlohn, zumindest solange es kein BGE gibt.
    UND LINKE WÄHLEN (Ich bin KEIN LINKER, but there is NO!!!!! Alternative)
    Übrigens wer SPDler ist, mal bitte googlen unter Steinbrück und die Bilderberger UND dann...... SOFORT AUSTRETEN aus dem SCHEIßVEREIN!
    Ich habe fertig

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    1. Na, ich will mal hoffen, das hier im Blog keiner für die SPD und die EinheitsreGIERung ist: "NIE VERGESSEN, NIE VERZEIHEN-VOLLSTRECKER DER ARMUT": www.youtube.com/watch?v=zcCWqdeL92c

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    2. Ich stimme ringsherum zu! Ich rede aber wie ein Leuchtturm - und Du, wie der Kapitän eines Schiffes. - Als ich das Bild einmal in einer SPD-Veranstaltung brachte, sagte jemand: Ich sehe Ihr Blinken, und das ist gut. Aber es ist AUCH gut, wenn der Schiffer nicht DIREKT den Leuchtturm anpeilt, sondern am Leuchtturm vorbei zum Hafen findet. Sonst gibt es eine Katastrophe ... :-)

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  7. Ich denke auch, dass die Sanktionen zuerst abgeschafft werden müssen. Aber damit bleibt noch die Prüfung der Bedürftigkeit. Es bleibt auch noch die alte Deffinition, dass die sinnvolle Arbeit nur vom Gelderwerb abhänge und die Bedürftigkeit für die von der Arbeit Freigestellten nicht verhindert wird. Auch diese Grundsicherung ist der Würde jedes Menschen nicht gerecht.
    Auch ein Mindestlohn ist gut, sofern es genügend Arbeit dafür gibt. Weder Rentner oder Freiberufler, noch Teilzeitbeschäftigte können davon sicher leben. Das trifft genau so Ehrenamtler, wie Alleinerziehende oder Alle, die sich erst auf größere Aufgaben vorbereiten (Künstler, Studenten, Schriftsteller, Tüftler etc.), die vom Mindestlohn abgeschnitten sind. Er ist also nur für Vollzeitarbeiter gut.

    In dieser Lage ist die Idee eines BGE weiterhin wichtig. Hier geht es also erstmalig nicht um eine kleine Klientel, sondern um das Existenzrecht für alle Gruppen unserer Gesellschaft. In dieser Freiheit erhält die gesellschaftliche Anerkennung des Einzelnen eine neue und freie Bedeutung. Jeder kann das Gute tun, ohne seine Existenz damit zu gefährden. Die Frage bleibt, wie darauf die Menschen reagieren. Werden sie jetzt fauler, oder engagierter, wenn sie materiell weniger erpressbar sind? Ich denke, dass jede neue Freiheit auch die Produktivität steigert. Sonst hätte es nie eine Befreiung der Sklaven gegeben oder die Einführung von Sozialleistungen. Stellen wir uns der neuen Zeit, in der die Maschinen den materiellen Wohlstand sichern und lassen wir die Menschen, die so von der Arbeit befreit wurden, einen neuen Sinn finden, wie sie das Gutes tun können. Sie werden viele Aufgaben finden, die heute unbezahlbar erscheinen, aber der ganzen Gesellschaft nutzen. Das beginnt mit Dienstleistungen für mehr Mitmenschlichkeit und reicht bis zu Innovationen für die ganze Gesellschaft, inklusive sinnvoller Projekte für die Recourcenschonung und den Umweltschutz. Wer da nichts leistet, ist deffinitiv zu schwach, zu alt oder zu krank und erhält schon heute unseren bürokratischen Schutz. Schließlich streben wir doch alle danach, ein anerkanntes und würdiges Mitglied unserer Gesellschaft zu sein. Ein BGE bringt mehr Arbeit und Einkommen, als es kostet und macht unsere Gesellschaft besser! Es verhindert keine Entwicklung zu einer noch besseren Gesellschaft, aber es lässt jedes zusätzliche Einkommen zu, zumal es die Nachfrage ankurbelt. Es verhindert auch keine Konkurrenz, sondern fördert die Entwicklung. Der Markt wächst und damit auch die Nachfrage nach bezahlter Arbeit. Die Konkurrenz sorgt für bezahlbare Preise.
    Wenn es ein besseres Modell für Alle gibt, wird es sich auch durchsetzen.

    Herzlichst! Detlef

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  8. ich habe die hoffnung verloren ,solange die gleichen politiker sich da oben den arsch breit sitzen und es sich gut gehen lassen
    ändert sich gar nix, alles schöne visionen,aber in unserem land
    dürfen leute nur arbeiten und die schnauze halten. wie lange geht das hier schon ? seit wochen, immer wieder ^^ kleine meldungen
    wie ungerecht alles ist ^^ aber bis sich hier was bewegt bin ich tot ^^
    egal bin ja nur ein sklave in einem demokratisch^^ christlichem land
    es ist alles nur noch lächerlich

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  9. Nicht nur das Sozialsystem muss reformiert werden, sondern es müssen auch Schwundgelder gefördert werden. Im Übrigen sollte man nicht so weit gehen, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Mehr dazu auf meinem Blog (bitte auf meinen Nick klicken).

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Liebe Schreiberin, lieber Schreiber - ich freue mich über ihre Kommentare und veröffentliche sie so schnell wie möglich. Ich bitte allerdings, sich strikt ans Thema des Posts zu halten. Für die Bezugnahme wäre es sehr schön, die Kommentare würden mit NAMEN (oder Kürzel) versehen werden. MfG, Ralph Boes