Samstag, 31. März 2018

Der Wille zur Vernichtung


Der Wille zur Vernichtung 
Liebe Freunde - 
wenn jemand um 100 Prozent sanktioniert ist, also kein Geld für Essen, Wohnung und Krankenkasse erhält - und auch nichts Angespartes besitzt - kann man von ihm dann verlangen, Bewerbungskosten vorzustrecken?.
Nein?
Das Jobcenter sieht das anders: 
"Die Zumutbarkeit einer Verpflichtung scheitert nicht an einer fehlenden Eigenleistungsfähigkeit" 
hat man mir beschieden -
und eine weitere 100-Prozent-Sanktion verhängt.
Das ist der blanke Wille zur Vernichtung, wie er in allen Strukturen des Jobcenters wirkt (s. etwa hier >>), nur nicht immer so offen.
Natürlich habe ich im Jobcenter Widerspruch
und bei Gericht einen Antrag auf einstweiligen Rechtschutz eingelegt.
Ob das allerdings Wirkung hat ???
Herzlichst, euer Ralph


Kommentare:

  1. Ralph
    Osterzwischenfälle, so wie zwischen Kaiphas und Pontius Pilatus, der eigentlich Jesus freisprechen wollte, aber, so wie die SPD sich lügend aus der Verantwortung stehlen will, nicht den Mumm hatte, dem Pöbel zu Widerstehen, so hat Pilatus nachgegeben, und folgte Kaiphas.

    Der Wille zur Zerstörung der Welt ist dem Willen zur Zerstörung der Individualität gleich, solange Geld geschürft werden kann.
    Die Zerstörung von Leben ist Aufgabe des Staates, wenn Krieg herrschen soll, zwischen eigentlich friedlichen Menschen.

    Die "Vernichtung" aber ist nicht das Ziel einer Regierung, die früher oder später diese Menschen braucht - mit Ihrem Lebensverstand, Ihrer Ausdauer und Ihrem Sein.
    Jedoch ist in einer Zwischenphase die Dummheit mit Gewalt so gepaart, und so verkrustet, dass nur ein Rückzug möglich ist, bis - wir haben ja Ostern, Keiphas und Pilatus´ Geschichte nicht zum Vergessen verurteilt wird.

    mArcus





    Und natürlich ist Jesu NICHT Auferstanden; und sein Mord ungeklärt in den AKTEN liegen geblieben.

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    1. Ob ein gewisser Rabbi Yeshua den Tod nicht überwunden hat, ggf. am Kreuz scheintot war oder tatsächlich auferstanden ist, ändert nichts an der Tatsache, dass seine Hinrichtung für sich betrachtet nach heutigen Gesichtspunkten und auch nach Herzenslage seiner engeren Vertrauten damals menschenrechtswidrig war und auch schon damaligem Gesetz spottete. Seine Mit-Verurteilten an den Nebenkreuzen und viele andere haben das bezeugt. Es war die Kombination aus Rechtspositivismus und Willkür, jemanden auf diese Weise hinzurichten für die "Verbrechen" die er begangen haben soll - ein Opfer für die Masse, die selber mit sich und der Besetzungssituation ihres Landes unzufrieden war.

      Die Tatsache aber, dass jemand das Gesetz ad absurdum führte, so deutlich, dass es auch heute noch gesehen werden kann, wir in der Staatsstruktur nicht wirklich weiter sind, nur komplizierter und "raffinierter" geworden sind, zeigt, dass auch der innere Mensch seine Reifeprüfung noch nicht bestanden hat.
      Z.B. ist "Liebt Eure Feinde" in der Praxis ein Spruch, für den man heute auch noch entweder für einen unterwürfigen Feigling oder einen weltfremden Spinner gehalten wird...

      Die Frage - sichtbar an und aufgeworfen von Ralph ist genau die Gleiche: WÜRDE oder LEBEN?
      Es geht dabei auch nicht um Ralphs persönliche Entscheidungen, sondern das idealische und anti-idealische, was sich daran zeigt.

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    2. Die Geschichte ist kein Glaubenskrieg, sondern eine Ansammlung von Erfahrungen im Kleinen, .. Und das Große ist nur eine grobe Wahrnehmung der Wirklichkeit des Inneren und natürlich um Ralphs Entscheidung als Mensch.

      Niemand kann ersetzen, was ein Mensch bedeutet, und warum er so handelt, wie er handelt. Das Idealische spielt bei der Betrachtung des Menschen keine Rolle, solange der Mensch als Mensch nicht schießt.
      Solange ist er als frei zu betrachten, und kann nicht unter Entscheidungen Anderer fallen.

      Die Persönlichkeit eines Menschen ist in meiner Idee unantastbar, und kann niemals durch einen Dritten aufgehoben werden, weshalb die Entscheidungen von Ralph Respekt und Anerkennung verlangt, anstatt Würde oder Leben gegeneinander zu Stellen.

      mArcus

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    3. Hallo lieber mArcus,

      Ich würde das Ganze viel eher unter der Annahme sehen, dass die Geschichte eine Ansammlung von INTERPRETATIONEN dieser "Erfahrungen" in der Substanz ausmacht, in welchem anderen Falle sich eher ans klassische Tagebuch denken ließe (falls nicht gleich plumper Betrug im Spiel ist).
      Und eben diese vorweggenommenen Interpretationen sind es ja mitunter auch, wodurch man Menschen und Geschicke zu lenken gedenkt oder - doch zumindest halbbewußt unternimmt.

      Es grüßt herzlich

      Alfred.

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    4. Was meinen Sie mit "Betrug" ?

      mArcus

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    5. Zum Stichwort Glaube.
      Glaube ist im Menschlichen Leben eigentlich alles !!
      Der Mensch ist das einzigste Wesen, das glauben kann - und auch geradezu glauben muss.
      Warum das so ist, wäre jetzt noch ein extra Aufsatz.
      Jeder Mensch glaubt an irgendwas. Der eine glaubt an sein Geld, der andere an seine Arbeit an seine Firma, der nächste glaubt an sich selbst. Wieder ein anderer glaubt, dass seine Frau ihm treu ist (ja, auch daran muss man glauben (können)).
      Ja selbst sogar Vorstandsvorsitzende von Konzernen, und auch Politiker, glauben eine ganze Menge !
      Schon mal aufgefallen ??
      Wenn solche Vorstandsvorsitzend in ihren Konzernen Betriebsversammlungen mit ihrer “Belegschaft“ abhalten, tauchen bei denen immer wieder so Sätze auf, die mit „Wir glauben, dass…“ anfangen.
      Genauso auch von Politikern - sehr beliebter Satzbeginn „Wir glauben, dass…“!
      Von Frau Merkel höre ich diesen Satzbeginn relativ oft. Achtet mal genau darauf !
      Also - letztendlich (im Grunde genommen) ist im Leben des Menschen alles immer auch eine Glaubenssache (Glaubensfrage).
      Und genauso ist NATÜRLICH auch so ein “Bedingungsloses Grundeinkommen“ eine Glaubensfrage.
      Man muss GLAUBEN (können) dass es in der Gemeinschaft funktioniert.
      Dazu muss man es dann auch WOLLEN.

      Übrigens gab es schon mal eine Volksgemeinschaft, bei der es schon mal so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen gab. Bei denen war es eher so etwas wie eine bedingungslose Grundversorgung - zunächst !
      Ich meine die Ur-Christengemeinden vor ca. 2000 Jahren nach Jesu Hinrichtung und Himmelfahrt (Bibel: Apostelgeschichte 2, Verse 44-45)
      Das funktionierte aber damals (mehr oder weniger) auch nur deshalb, weil sie damals sich die Lehren Jesu zu Herzen genommen und zu Ihrer Richtschnur gemacht haben !
      Irgendwann waren diese Lehren bei so manchen Ur-Christen nicht mehr so präsent, und es klappte nicht mehr so richtich (Bibel: 2. Thessalonicher 3; Verse 6-13).
      Dazu erwähnen muss man hier auch noch, dass die Menschen damals für sich selbst gearbeitet haben (auf Feldern und/oder auch auf dem eigenen Haus/Grundstück), und noch lange nicht für irgendeine Firma oder Konzern, für irgendwelche Leute irgendwas. Sowas gibt es ja erst so richtich seit/nach den beiden letzten Weltkriegen mit der sog. Industrialisierung.
      Und was es heute so für Berufe gibt…?
      Wusste Ihr, dass man sogar Freizeitwissenschaften studieren kann ??? :-)))

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  2. Es spricht sehr für das heutige Höchstmaß von Vernunft und sprudelnder Kreativität so vieler Köpfe in diesem gesegneten (Gott sei bei uns!) Lande, dass nicht wenige das Video für NICHTS als einen SCHLECHTEN Aprilscherz halten:
    die leicht mangelhafte, dort so herrlich treffend aufs Korn genommene, Erwerbsdoktrin aber das ganze Jahr über ernst nehmen können, mit mehr als bewundernswerter Leichtigkeit!
    Ehrlich gesagt ich weiß nicht genau wo sich jetzt der Aprilscherz versteckt hat: hüben oder drüben.
    Müssen wohl einige Eierköpfe darunter sein.

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    1. Um welches Video geht es?

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    2. Das frage ich mich auch.

      mArcus

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  3. Verlosung des solidarischen Grundeinkommens, siehe oben.
    Und ich bin, mit vielen lieben Grüßen und der freudigen Erleichterung, jetzt hier wieder frischauf mitschreiben zu können,


    Alfred

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  4. Lieber Ralph,

    ich würde in dieser Aussage:

    "Die Zumutbarkeit einer Verpflichtung scheitert nicht an einer fehlenden Eigenleistungsfähigkeit"

    das Jobcenter um eine Auslegung - klar bezogen auf Deinen Fall oder die allgemeine Situation eines Sanktionierten (bzw. auch voll ausgezahlten Menschen am Minimum) - bitten...

    sowie natürlich das Gericht um RICHTERLICHEN HINWEIS dazu ebenfalls bitten.

    Was ist denn das überhaupt für eine Aussage?
    Also wenn man nicht fähig ist - egal warum - muss man trotzdem seinen Pflichten nachkommen?

    Wozu gibt es denn "wichtige Gründe"? Wenn das Jobcenter nicht im vorhinein klar regelt, wie Du die Bewerbungen praktisch umsetzen kannst, hat es eigentlich rechtlich "verloren" - es ist also eine "vergeudete" Sanktion, mit der es Dich nur schikaniert, die aber nie die Grundsatzfrage in Karlsruhe klären wird.
    Dazu hättest Du erstmal Angebote, die Bewerbungskosten zu übernehmen, ausschlagen müssen bzw. es versäumen müssen, dich darum rechtzeitig zu kümmern. Aber im letztgenannten Fall hätte man das auch mitteilen müssen in einer Art wie: "Herrn Boes hätte der Weg der Kostenübernahme oder des Vorschusses offen gestanden, doch da er den nicht voll ausgeschöpft hat, geht das jetzt zu seinen Lasten...." das Jobcenter benimmt sich wirklich komisch Dir gegenüber, zumal Du eigentlich immer OFFEN warst, über Deine angestrebte "Sanktions- und Sanktionsabschaffkarriere" mit den zuständigen MitarbeiterInnen zu reden und denen menschlich mit vollem Respekt zu begegnen!

    Lieben Ostergruß,
    FriGGa

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  5. Die ganze Bürokratie, vor allem aber das Jobcenter, sollte auf ein absolutes Existenzminimum heruntergefahren werden!

    Menschliche Wesen aus Fleisch und Blut (und diesem komischen Ding namens Seele) zu Zahlen und Nummern zusammenzuschnüren im großen (Akten)Paket! Das ist mir die rechte Strafkolonie!

    Und dieses ganze Geschwurbel, von wegen den Leuten "Struktur" verleihen, das man ganz oben in der Hierarchie bei den elenden Wort- und Satzbausteinen der Computersysteme der Jobcenter antrifft, - ja, was soll man dazu eigentlich noch sagen?

    Besonders ausgeprägte Wertbetonung erhält solche "Struktur" seit jeher schon ausgerechnet bei den Truppen, worunter noch einmal denjenigen von König Friedrich von Preußen und einem gewissen Wilhelm besonderer Glanz für alle Ewigkeit verliehen ist - also gerade dort, wo eigenständiges Denken, Moral und Humanität, kurzum die ganze Persönlichkeit sich am denkbar Wenigsten Achtung verdienen. Also im Stechschritt Abmarsch zur Trommel!

    Wie traurig unstrukturierte Wesen wir doch sind. Und was man uns erst für Parolen einbläuen muß, damit sich die Glieder im harmonisch gleichförmigen Rhythmus regen!

    Ernsthaft: Die wenigen derer, denen wirklich mental soweit aufgeholfen werden muß, daß sich sich zu traurigen Bündeln zusammengesackt wirr und hilflos durch den Tag hinschleppen, sind Fälle für einen guten Psychologen - der eine Rarität ist, aber sicherlich immer eigentlicher hier an seinem Platz: zuletzt für das nackte Verwaltungsbeamtenwesen!

    Wann gedenkt diese Gesellschaft endlich einmal erwachsen zu werden, um nur Erwachsene als solche zu behandeln? Was genau ist los mit ihr?

    Schwankend zwischen Empörung und melancholischer Versunkenheit zeichnet dies

    Alfred.

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  6. "Die Zumutbarkeit einer Verpflichtung scheitert nicht an einer fehlenden Eigenleistungsfähigkeit"

    Hallo Ralph,
    zu diesem leidigen Thema hier eine Beurteilung des LSG Hessen
    vom 13. Mai 2015 · Az. L 6 AS 133/14 :

    Ja, viel Text, aber :
    Zitat
    RN 68
    "Darüber hinaus ist dem Sozialgericht zuzustimmen, dass es jedenfalls dann evident unverhältnismäßig ist, dass der Leistungsberechtigte bei Bewerbungskosten in Vorlage treten muss, wenn er nur noch Sachleistungen erhält."
    https://openjur.de/u/851894.html

    Das Bundessozialgerichts hat die Revision des Jobcenters im Verfahren B 14 AS 30/15 R zurückgewiesen.
    Die Beteiligten haben in den weiteren Verfahren (B 14 AS 26/15 R und B 14 AS 29/15 R) Unterwerfungsvergleiche geschlossen.
    http://www.kostenlose-urteile.de/BSG_B-14-AS-3015-RB-14-AS-2615-R-und-B-14-AS-2915-R_Eingliederungsvereinbarung-mit-festgelegten-Bewerbungsbemuehungen-muss-auch-Bewerbungskostenuebernahme-regeln.news22817.htm

    Grüsse aus Leipzig
    der
    Michael

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    1. DAnke Michael aus Leipzig! Das werde ich bei mir auch bloggen und weiterhin verwenden, falls meine Arbeitsvermittlerin dazu noch Fragen hat...

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    2. Bitte - gerne

      Übrigens,
      muss deine "Beschäftigungsfähigkeit" laut pflichtgemässer "Potentialanalyse" (§ 15 Abs 1 SGB II) arg beschädigt, zumindest aber gefährdet sein.
      Andernfalls wäre der 1 Euro-Job aus der "Eingliederungsvereinbarung" rechtswidrig.
      Solche "Förderleistungen" müssen immer zielführend, begründet und wirtschaftlich verordnet werden(§ 14 SGB II).
      Dein "Arbeitsberater" konnte sich wohl nicht entscheiden, ob du dem 1. Arbeitsmarkt durch reichlich Bewerbungsauflagen zuzuführen bist oder lieber doch erst einmal von "Fachkräften", ausserhalb des Sozialrechtsverhältnises, ertüchtigt werden musst. :)
      Riecht nach Ermessensfehler.

      Hier noch ein BSG-Urteil mit dem du dich beschäftigen solltest :
      23.6.2016, B 14 AS 42/15 R
      http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=14411

      Das BSG knüpft hier den ersetzenden VA eng an die Eingliederungsvereinbarung als ö/r Vertrag und urteilt, dass den hoheitlich auferlegten Pflichten immer angemessene den Umständen entsprechende Leistung der Behörde gegenüberstehen müssen.(RN 13)

      Zitat RN 14
      "Demgemäß soll die EinglVb in Konkretisierung des Sozialrechtsverhältnisses zwischen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und AA (vgl BT-Drucks 15/1516 S 54) sicherstellen, dass einerseits die AA Angebote unterbreitet, die den individuellen Bedürfnissen des erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, den Anforderungen des Arbeitsmarktes und den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit entsprechen, und zugleich soll mit jedem Leistungsberechtigten vereinbart werden, welche Anstrengungen von ihm selbst im Rahmen des Eingliederungsprozesses erwartet werden (vgl BT-Drucks 15/1516 S 46)."
      Und wichtig !!
      "Diesem Zweck würde es nicht genügen, würde das Jobcenter nicht auch bei Ersetzungsentscheidungen nach § 15 Abs 1 Satz 6 SGB II eine der individuellen Bedarfslage des erwerbsfähigen Leistungsbeziehers gerecht werdende Konkretisierung der Leistungen zur Eingliederung in Arbeit vornehmen."

      Grüsse aus Leipzig
      der
      Michael

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    3. Hallo Ralph,
      Ich will nicht nerven
      aber :
      Deine "Aktenführung" scheint aus dem Ruder gelaufen.
      Aus diesem Widerspruchsbescheid :

      http://grundrechte-brandbrief.de/Prozesse/15-Klage-Zyklus-II-erste-100-Prozent-Sanktion/2017-10-19-JC-Widerspruchsbescheid-anonymisiert.pdf

      ist ersichtlich, das sich deine Widerspruchsbegründung auf den "Tatbestand" der fehlenden Mittel für auferlegte Bewerbungsbemühungen bezog, die Sanktion aber wegen der Nichtteilnahme am 1 Euro Job verhängt wurde.
      Das solltest du unbedingt besser ordnen, sonst wird das nix mit der Abwehr von Sanktionen die bereits schon einfachgesetzlich rechtswidrig sind.
      Auch vor Gericht solltest du dich immer nur auf den jeweiligen Einzelfall konzentrieren und eventuelle Fehlargumentationen korrigieren.

      Grüsse aus Leipzig
      der
      Michael

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    4. “Zitat RN 14
      "Demgemäß soll die EinglVb in Konkretisierung des Sozialrechtsverhältnisses zwischen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und AA (vgl BT-Drucks 15/1516 S 54) sicherstellen, dass einerseits die AA Angebote unterbreitet, die den individuellen Bedürfnissen des erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, den Anforderungen des Arbeitsmarktes und den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit entsprechen, und zugleich soll mit jedem Leistungsberechtigten vereinbart werden, welche Anstrengungen von ihm selbst im Rahmen des Eingliederungsprozesses erwartet werden (vgl BT-Drucks 15/1516 S 46)."
      Und wichtig !!
      "Diesem Zweck würde es nicht genügen, würde das Jobcenter nicht auch bei…“

      Uaaah, gna gna gna !
      Diese Sätze bekomme ich jetzt irgendwie gar nicht so richtich abstrahiert.

      Also Hartz4 ist nicht nur Versklavung, sondern auch eine Zwangsbeschulung in Jura.
      Ich kann´s nicht. Ich kann so was einfach nich !!
      Und ich will sowas auch nicht !!
      Ich will das nicht !

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    5. Ja, es ist Jura!
      Es ist der Jura von uns brutal einhertrottenden Menschdinosauriern!

      Alfred.

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  7. Übrigens, wie wäre es denn mal damit ?

    Ein U-Boot fliegt durch die Luft; wie viel Kekse sind auf der Gabel ?
    Drei.
    Weil der Fisch keine Gräten hat !

    Gna gna gna…!

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  8. Der "FACHKRÄFTEMANGEL" ist ein REINES MÄRCHEN, wie sich an der Behandlung der Leute zeigt: Auch BESTENS AUSGEBILDETE Leute finden entweder nur prekäre/befristete Jobs oder landen in irgendwelchen Statistik-Schönungsmaßnahmen (so musste z. B. ein Ingenieur mit Kindern Papiervögel falten). Jugendliche ziehen von einem Praktikum zum nächsten und werden dort oft auch nur als billige Arbeitskräfte ausgenutzt, statt eine wirkliche Berufsausbildung zu erhalten.

    Die Regelungen, dass LEIHARBEITER ERST NACH 9 MONATEN DASSELBE GEHALT wie reguläre Beschäftigte bekommen und FRÜHERE H4-BEZIEHER DIE ERSTEN 6 MONATE VOM MINDESTLOHN AUSGENOMMEN sind, führen zum AUSTAUSCH der Arbeiter nach eben dieser Zeit, so dass gerade die Schwächsten keinerlei Hilfe und Zukunft haben.

    Viele Vollzeitstellen werden in jeweils mehrere Minijobs aufgeteilt, von denen KEINER LEBEN KANN, die aber GUT IN DER STATISTIK AUSSEHEN.

    Die Politiker geben offen zu, dass ihnen "VOLLBESCHÄFTIGUNG" (= EINE GUTE ARBEITSLOSENSTATISTIK, IN DER AUFSTOCKER UND SOGAR TEILNEHMER AN H4-MAßNAHMEN NICHT MEHR AUFTAUCHEN) viel wichtiger ist als die Frage, ob man von seiner Arbeit auch IN WÜRDE LEBEN UND SICH EINE ZUKUNFT AUFBAUEN kann, und Arbeitgeber und JC-Mitarbeiter nutzen die Erpressbarkeit der Arbeitnehmer/Arbeitssucher schamlos aus.

    Es gibt SPEZIELLE FIRMEN, DIE MAßNAHMEN FÜR H4-BEZIEHER ANBIETEN, und die JC arbeiten gerne mit diesen zusammen, weil sie ihnen die Mühe abnehmen, SICH MIT DEN LEUTEN AUSEINANDERSETZEN ZU MÜSSEN.

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  9. Hartz IV und die Sanktionen sollen bestehen bleiben. Aber es müssen mehr finanzielle Mittel für Langzeitarbeitslose bereitgestellt werden. Wir brauchen eine öko-konservative Politik. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

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    1. @Oeko-Theosoph
      Glauben Sie ernsthaft, dass ausgerechnet hier die Leute Ihnen und Ihrer Internetseite auch nur den Deut eines tieferen Interesses abzugewinnen vermögen, nachdem sie hier lauter Brüchen des Grundgesetzes, als welche sich Hartz 4 versteht, so munter verwegen das Wort sprechen?
      Da steht denn auch alle Ökologie und aller Konservatismus auf vollstaendig verlorenem Posten (von unmittelbar offenkundigsten Widersprüchen mal abzusehen!)!
      Es ist unglaublich was sich heute in den Köpfen gar mancher abzuspielen scheint!

      Alfred

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    2. @ Alfred
      Dass Ralph Boes meinen Kommentar freigeschaltet hat, ist einmalig cool. Denn wenn es hier nur konforme Meinungen gibt, kann sich der Blog nicht weiterentwickeln. Wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, besteht die Gefahr, dass niemand mehr arbeiten möchte. Hartz muss verbessert werden, aber darf nicht abgeschafft werden.

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    3. Lieber Öko-Theosoph - wir sind ja nicht mehr im Mittelalter, wo es nichts als die "alleinseeligmachende Wahrheit" gab ... :-)
      Zu den von Ihnen besprochenen Probleme habe ich, weil Sie natürlich recht haben, allerdings einen kleines Video gemacht:
      S. https://youtu.be/BXbK95Gll3Y
      Und für die Menschen, die das BGE wirklich nicht haben wollen, eine kleine Webseite:
      S. http://www.grundeinkommen-nein-danke.de/
      (Unbefangen durchklicken - keine Angst, es passiert nichts böses)
      ;-)
      Herzlichst, Ralph Boes

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    4. Öko-Theosoph:
      Sie müssen natürlich NICHT für ein Bedingungsloses Grundeinkommen sein.
      Aber aus dem ganzen Geist von Hartz 4 spricht die bloße Niedertracht, und die Gängelungen, die sich unter anderem auch veräterisch genug darin äußern, daß es im SGBII keine Verweise auf das GG gibt bei einem so sensiblen Thema, und die Demontagen der demokratisch-freiheitlichen Grundordnung in Reih und Folge sind derart dummdreist offensichtlich, dermaßen innig ist alles davon durchwoben sowie alles mit allem verwoben, dass ein wahrer Künstler daran verzweifeln könnte, daß Schlechte vom Guten auszusondern, ohne die Gesamtgestalt zu zerstören.
      Dann hieße es nicht mehr Hartz4.
      Jedermann ist es selbstverständlich zugestanden, sich für sein eigenes Arbeits- und Gesellschaftsmodell einzusetzen; das ist nicht der Punkt. Nur wenn mir eine Einschließung bzw. umgekehrt Ausschließung von Regularien persönlich auch noch so gut zusagen mag, so ist, falls sie den Anforderungen von etwas höherem Gesetzmäßigen (wir haben es ja schwarz auf weiß) schon rein denklogisch nicht standzuhalten vermögen, davon abzulassen.
      Doch gerade diese Freiheiten sind es ja, die man sich heute im Zeichen seines ideologischen Denkmusters üblicherweise unbekümmert herausnimmt, nämlich, solange nur das eigene Weltbild nicht gefährdet ist, dem vorab schon grund- und naturrechtlich Gebotenen, demjenigen, was eine Demokratie in ihren Festen zusammenhält, sich gegenüber auf mindestens einem Auge blind zu stellen. Hundertmal gefährlicher als alles andere!
      Wir wissen oder sollten wissen, worauf der Ursprung des Grundgesetzes zurückreicht und was uns bei (weiterer)abgrundtief grund-loser Ausklammerung dessen - und das erstreckt sich bis in den Schulunterricht hinein - blüht!
      Es ist ja nun nicht so, dass wir mitunter haarscharf an diesem oder jenem seiner Artikel vorbeizuschrammen , sondern es regelrecht kippen und umwälzen zu wollen scheinen. Deshalb wird es unumgänglich notwenig sein, jetzt eine scharfe Wende hinzulegen, statt an ein paar unwesentlichen Detailpunkten umsonst uns abzuarbeiten; auf mehreren Ebenen. Diesem System (Hartz 4 kann symbolisch dafür stehen!) tun ein paar "Verbesserungen" oder Verschlimmbesserungen nicht weh; es korrigiert sich sozusagen selbsttätig wieder in den alten Zustand hinein. Oder wenn es das nicht mehr tut, so verfällt es unabhängig davon immer mehr mit allem, was das nach sich zieht. Es ist ohnehin längst dem Untergang geweiht, inklusive Hartz 4.

      Haben Sie dennoch schöne Grüße

      Alfred.

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  10. Ja so sind mir auch bei uns in Westdeutschland mehrere Abiturienten bekannt (darunter mindestens einer von eher überdurchschnittlicher Intelligenz), die keine oder nur Schmalspur-Jobs finden.
    Die Leute erweisen sich und der Gesellschaft keinen Gefallen, wenn sie diese Dinge nicht (mehr oder weniger, d.h. auch anonymisiert) offen ansprechen aus falscher Scham. Nicht sie müssen sich schämen. So privat das eigentlich auch ist.

    Alfred.

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Liebe Schreiberin, lieber Schreiber - ich freue mich über ihre Kommentare und veröffentliche sie so schnell wie möglich. Ich bitte allerdings, sich strikt ans Thema des Posts zu halten. Für die Bezugnahme wäre es sehr schön, die Kommentare würden mit NAMEN (oder Kürzel) versehen werden. MfG, Ralph Boes