Donnerstag, 23. Juni 2016

Gedanken zur Einführung des BGE - Video

22.06.2016:
 
Video:
 
 
- Ist das bedingungslose Grundeinkommen finanzierbar? 
 
- Wenn jeder Geld hat, einfach so, geht dann noch jemand arbeiten?  
 
 
 
 
 
 

Kommentare:

  1. Sie sagen, umrahmt von Bildwerken in rustikaler Kulisse im Interview, dass Sie ein BGE bei Hartz iv wegen des "Sozialzorns" der Steuerzahler für "gefährlich" halten würden(um die Minute 18). Und dann rechnen Sie auch noch den Niedriglohnsektor gegen Leistungen nach dem SGB II auf, wonach Ihrer Meinung ein problematisches Missverhältnis zwischen dem Steuerzahler und Steuergeldempfänger entstehen könnte.
    Dann werden, ab Minute 21 Ihre Aussagen völlig konfus, da nun wieder von einem Grundeinkommen von 1000 EUR die Rede ist, wo am Anfang von einer schrittweisen Einführung die Rede war.
    Was aber traurig ist, ist, wie ein intelligenter Mensch so unstrukturiert in einem Interview mal das Eine propagiert, nämlich die schrittweise Einführung eines BGE, um dann seine Argumentation auf die Einführung von 1000 EUR aufzubauen, um sich schließlich über die "Alimentative" als Staatsprinzip für das BGE zu Äußern.
    Dabei ist das Alimentationsprinzip im Grundgesetz unter Artikel 33 sehr genau geregelt. Du musst nur dem Staat dienen.
    Sie tun das mittlerweile in denkbar guter Weise. Wenn Du also eine Institution der Alimentierung für Alle Menschen außerhalb des Grundgesetzes wünschst, dann musst Du auch das Grundgesetz mit seinen Regelungen dazu wenigstens in Frage stellen, was angesichts Deiner Verteidigung des Grundgesetzes fraglich bleiben wird.
    Aber - wer weiß .

    Liebe Grüße
    mArcus

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    1. Keine Sorge - die Leute werden nicht von heut auf morgen nicht mehr arbeiten*... zumindest nicht die (general)streikmuffeligen Deutschen... falls das einträte- hier mal zwei Phantasien von mir dazu als "soziale Sci-Fi Kurzgeschichte": https://sites.google.com/site/ichbinbildungstraeger/bge-inspirierte-dichter/grundeinkommen---und-keiner-geht-mehr-arbeiten

      * die Leute haben VERTRÄGE - und die enden nicht übernacht - man hätte Vertragsstrafen usw. zu begleichen, wenn man einfach abhaut... aber mit BGE + NiedriglohnANTEIL ist 1. mehr als BGE-Nix und zweitens langsam verhandelbar - notfalls mit Hammelsprung (ich gehe, ein anderer kommt - zu besseren Konditionen oder die Konkurrenz verdient besser und zahlt (mir) auch besseres Gehalt...)

      Art. 1 verlangt NICHT dem Staat zu dienen... auch wenn es de facto so umgesetzt wird... und auf Art.1 und 2 basiert letztlich der Anspruch auf BGE - als zeitgemäße Antwort wo nicht jeder seine Scholle hat...

      Vielleicht sollte mal ein Interview gemacht werden, was das GG für UNS bedeutet - für Dich, für mich, für Ralph für wen auch immer...? Ich laufe oft mit einem GG an der Jacke rum - und bin an sich GEGEN Verfassungen und dogmatische Papierverbidnliche Herrschaft über andere Menschen... das nur mal als Beispiel...

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  2. Sehr geehrter Herr B.,

    Ihre Gedanken zur Einführung eines BGE sind doch eigentlich nun schon längst und hinlänglich bekannt.
    Meinen Sie, Ihre Gedanken dazu würden besser oder bedeutungsvoller, wenn Sie diese in neuem Ambiente präsentieren?

    Was hingegen noch immer aussteht, ist die Antwort auf die Frage, wieso Sie "von jetzt auf gleich" NICHT MEHR (????) sanktioniert worden sind.
    (Für Ihre Antwort darauf danke ich Ihnen sehr herzlich.)

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    1. Hallo anonym -
      ich kannte diese Ausführungen von Herrn Boes zur UMSETZUNG einer BGE-EINFÜHRUNG noch nicht.

      Ralph Boes stellt seine Gedanken sehr gut dar - für die, die sie schätzen und teilen sicher inspirierend.
      Andere, die eh schon immer genervt waren, werden ihn auch nicht besser und toller finden, wenn sie das 10.Video von ihm ansehen ;-)

      Das Ambiente richtet sich doch nach denen, zu denen er eingeladen ist...

      Wieso das Sanktionsende eintrat - schrieb er dazu nichts - ich meine schon früher?
      Er war 4 Monate sanktioniert - die Sanktionen hatten sich überschnitten (auch sanktionszeiträume laufen ab und irgendwann wenn kein "Vergehen" mehr "festgestellt" wird, bedarf es auch keiner Sanktion mehr) - das Amt hat vermutlich nach den Gesprächen, die Herr Boes in seinen News erwähnte, keine Lust mehr gehabt einen fast 60jährigen gesundheitlich angeschlagenen Mann (ich sag nur 132 Tage hungern...) noch weiter zu "vermitteln"... die waren eh recht sparsam mit Vermittlungsvorschlägen, wenn die die Boes postete, alle waren... da war mal was vor Jahren mit nem Callcenter und wurde ihm je eine 50+Maßnahme angeboten? Ich meine sowas wie Wallraff zeigte in seiner Reportage... glaube nicht...

      Die haben doch vermutlich überhaupt NUR sanktioniert, weil er OFFEN seinen Widerstand im Brandbrief ERKLÄRT hat... und weil sich alle auf ihn hätten berufen können, wenn man ihn öffentlich hätte gewähren lassen...?

      zuvor lief es sehr gemütlich wie er in seinem langen Interview von 2012(?) beschreibt... und vermutlich haben sie keine Lust, jetzt noch mehr Druck zu machen, der nur in Hungerattacken mit ggf. ein bis zwei Zeitungsartikeln endet...
      ich glaube das Amt will sich auf keinen Fall so dastehen sehen als habe es dumm und ignorant auf die Situation eines älteren Herrn kurz vor der Rente reagiert...

      ich hätte wenn ich das Amt wäre ihn schon längst nach Aktenlage für unvermittelbar erklärt und ihn auf ein Abstellgleis geschoben - auch dagegen könnte Boes dann klagen... aber halt nicht hungern oder so...

      an seinen schon auf den Weg gebrachten KLAGE-Aktivitäten oder "Ansprüchen" nach der vorsätzlichen Körperletzung durch unterlassene Grundsicherungs-Hilfeleistung würde das jetzt aber nichts ändern... das kann er weiter beklagen bis in die letzte Instanz. Er muss sich nicht weiter sanktionieren lassen... und das Amt ist auch nicht verpflichtet zu sanktionieren... niemand hat einen Rechtsanspruch auf Sanktionen ;-)

      WEr weiß, vielleicht äußert sich HErr Boes nach so vielen Hinweisen nochmal umfassender an einer anderen Stelle, vielleicht in seinem Newsticker(?) oder in einem weiteren Interview? Fände ich auch gut - aber das soll nicht heißen, dass er nicht andere ihm wichtige Themen in seinem Tempo und im Tempo der Anfragenden von außen abarbeiten und filmisch darstellen darf... ;-P

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    2. Habe jetzt ein kleines Video produziert, in dem ich meine Lage erzählt ...
      Ich hoffe, damit die Fragen beantwortet zu haben ...
      https://youtu.be/um2wqujB8ls

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    3. Zum Teil 1 der Frage: Ich wollte die Sache endlich einmal SCHÖN haben, damit man sie auch zeigen kann.
      Zum Teil 2 der Frage:
      Ich habe jetzt ein kleines Video produziert, in dem ich meine Lage (wieso ich gerade nicht sanktioniert werde) erzähle ...
      Ich hoffe, damit die Fragen beantwortet zu haben ...
      https://youtu.be/um2wqujB8ls

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    4. Da der oben hochgeladenen Film technische Probleme macht, habe ich ihn neu hochgeladen:
      https://youtu.be/XkDctugGw7o

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    5. Sehr geehrter Herr B.,

      thank you verry much for your answer!!

      (Evtl. stimmen Sie mir dennoch zu, dass nur solch prominente Personen wie Sie erlöst werden - während "Unbekannte" ggf. in die Obdachlosigkeit getrieben werden ??)

      ... Und erwähnten Sie (anfangs) nicht immerzu, die Mitarbeiter des Jobcenters hätten Ihnen gegenüber mehrmals gesagt: "Wenn WIR SIE sanktionieren, bekommen WIR MEHR Ärger als SIE." (????)

      Darf ich Sie fragen, WIESO ????

      Nachdem Sie jetzt nun wieder von vorn anfangen (BGE), dürfte wohl klar sein, dass es DER - auf dessen Ideen SIE sich laufend berufen - auch ist, der HINTER Ihnen steht.

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    6. Das JC geht mit Promis sanfter oder besser um? ... im Gegenteil - als Ralph "prominent" wurde, musste er staatlicherseits erstmal einen DÄMPFER bekommen - in einer Weise, wie das bei anderen weniger prominenten nicht nötig wäre... JC hat, als Ralph noch weniger bekannt war, gehofft, er akzeptiert einfach den inoffiziellen Deal: sie haben eh keinen Job für ihn und er macht sein Ding ehrenamtlich... als er aber politische Meinungsbildungsvorträge mit seinem pesönlichen SChicksal bzgl. Jobcenter verband und das öffentlich rausposaunte, waren sie unter Zugzwang...
      Ralph hat das seinerzeit wunderschön kommentiert und zeitnah berichet - jetzt scheinen die Zermürbungen halt auch bei einem "Promi" wie ihm zu großen Verzögerungen zu führen... und mal ehrlich: es wurden auch andere Promis vom JC angegriffen. Z.B. Johannes Ponader von den Piraten. Der war viel präsenter als Ralph. Aber Ponader hat privat und politisch in der Öffentlichkeit trennen wollen/müssen und sich selbst einen Ausweg gebastelt. Auch er hätte OFFEN dagegen stehen können - aber jeder Promi und Nichtpormi reagiert auf das erlebte Unrecht in seiner eigenen Weise (Ponader hat den Verein Sanktionsfrei mitbegründet - aus einer Position PERSÖNLICHER Sicherheit heraus um anderen diese beim Klagen AUCH zu ermöglichen)

      Lieber Anonym 26. Juli - ich kenne viele Menschen, die wurden wie Ralph behandelt. auch jüngere. Keine Vermittlung und in Ruhe lassen - weil man "eindeutigere Fälle" für die Statistikvorgaben zwingen oder sanktionieren kann.
      Ich kenne welche, die wurden genau wie er sanktioniert und dann sagte man weil sie KLAGTEN oder überlebten und hartnäckig blieben - auch ohne Prominenz - jetzt gibt es doch wieder Geld... etwa der junge Mann, dessen Fall gerade in Karlsruhe die GRundsatzfrage auslöste - von dem ist nichtmal der Name öffentlich bekannt(?), man weiß nur dass er mit Petermanns Richterspruch sein Geld rückwirkend bekam.

      Das Jobcenter will sich wenig Arbeit machen. Ralph hat sein aus JC-Bequemlichkeit angebotenes Schweigegeld nicht still hingenommen und war "frech", indem er sich auf sein GRundrecht berief -> Sanktion erforderlich -> Bsp. für andere Betroffene, die sollen mal nicht zu frech werden.
      Ralphs Leben war in Gefahr->Ausreden und "wir haben es doch versucht mit Lebensmittelgutscheinen" wurden probiert. Ralph hätte sterben KÖNNEN und stand vermutlich mehrfach kurz davor (?)
      Es wurde im Jobcenter nicht eingesehen, aber wohl GESEHEN, dass die Sanktionen zu NICHTs führen außer zu seinem Tod. -> man war vermutlich froh über das Kirchenasyl... Nun werden durch den Stress geschaffene Fakten vermeintlich "für ihn" verwendet (Ruhepause ohne Sanktion) aber inhaltlich gegen seine Absicht, Sanktionen abzuschaffen.
      Ralph hat überlebt und ist inzwischen ein alter Mann (auch wenn er noch einen eher kernigen Eindruck macht) -> es ist logisch ihn auf ein Abstellgleis zu schieben, weil alles andere vergeudete Mühe für das JC ist.
      So ähnlich haben sich auch andere absichtlich oder unabsichtlich den Weg in die (Früh)rente erarbeitet. Prominentes Bsp. ist der sog. "wendeberater" Michael Fielsch, der auch auf seinen Blogs berichte(te).
      Es ist für das JC leichter jüngere und verängstigbarere zu sanktionieren, die in ihrem Leben noch anders tun wollen als sich NUR und ggf. AUS PRINZIP mit dem Jobcenter zur GRundrechteklärung anzulegen.

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    7. weiter an Anonym 26. Juni:

      Im Stillen hat das Jobcenter andere Spielräume als unter Blick der Öffentlichkeit. Meine Kritik an Ralphs Fahrplan wäre, überhaupt sich zeitweilig auf diplomatische Diskussionen mit dem JC OHNE Öffentlichkeit eingelassen zu haben nachdem er alles andere OFFEN gemacht hat.

      Daher ist spontanes und überraschendes BEKANNTGEBEN von Fällen sehr wichtig. Gerade bei Menschen, die zuvor nicht gesehen wurden und ihre Daten auch anonymisieren können - um aber das JC bloßzustellen, müssten sie den Mumm haben, ihre Geschichte unter der eigenen Namensnennung auszubreiten.

      Das KÖNNTE aber ähnliche "Prüfungsoptionen" bedeuten, die Ralph erfahren hat. Und dass Ralph "getuned" war, sprich durch Selbstklärung und Soli besser gerüstet als eine geschiedene von aller Welt verlassene Alleinerziehende, die von Selbstzweifeln geprägt ist, hat Ralph auch zur Warnung an "Nachmacher" bekanntgegeben...

      MEIN Tipp daher: keiner mit Angst SOLL ABSICHTLICH seine "aus Prinzip"Sanktionen provozieren. Aber WO SANKTIONEN SCHONMAL EINGETRETEN SIND, sich mit bestmöglicher Öffentlichkeit WEHREN und den schon entstandenen Schaden NUTZEN, um daran schlussendlich zu erstarken, Freunde zu gewinnen und die Gemeinde der Sanktionsabschaffenden zu stärken.

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  3. Nein, aber der Herr Boes meint sicher, das Verständnis auf der anderen Seite würde bei manchen besser und bedeutungsvoller.
    Es ist nicht nur der umgekehrte Fall: es sind auch viele, die verfassen Pamphlete gegen ein BGE in ungezählten Worten, ohne überhaupt den Kerngedanken verstanden zu haben (oder verstehen zu wollen).
    (Zum Beispiel das oft angestrengte Argument: "Unsere Politiker (allen voran der BP) kriegen ja schon so etwas wie ein BGE!" -Nein, der Vergleich hinkt an allen Ecken und Enden - das hat damit NULL zu tun!
    Das muss man immer auch bei den Abstimmungsergebnissen berücksichtigten.

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  4. Sehr geehrter Herr B.,

    vielen Dank für Ihren Film.
    Aber mit der Idee zum BGE Ihres Mäzens waren Sie doch schon längst unterwegs - als sich dann Ihre Freundin (die Sie hier jetzt in ihrem Atelier interviewt) in einer esoterischen Zeitschrift dahin gehend geäußert hatte, "man müsse jetzt `tiefer` greifen - und auch die `Hartz-IV-Empfänger` ansprechen - und deren Bedrohung mit Sanktionen".

    Ihr hier veröffentlichter Film ist für mich nichts anderes als die Bestätigung der Vermutung, dass das Thema "Hartz-IV"-Sanktionen FÜR SIE nur Mittel zum Zweck gewesen sind.

    IHNEN ging es NIE um die Abschaffung der Sanktionen ("Hartz IV), sondern immer nur um die Einführung des BGE (entsprechend den Ideen Ihres Multimiliadär-Mäzens).

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    1. GEILER kommentar! "Die Abschaffung von sanktionen in Hartz IV ist nur Mittel zum Zweck das BGE einführen..."
      Ich sage von meiner Warte:
      KLAR!!!
      Wunderbar!!!

      Sanktionen sind wie auch prekäre Arbeitsbedingungen und Ausbeuterverhältnisse noch und nöcher UNRECHT und Herr Boes hat wie viele andere hier im Blick, das SEINE beizutragen, das zu ändern. Und als wir uns für das BGE begeisterten, weil es so treffend im Kapitalismus abholt und ERMÖGLICHT andere Systeme echt auszuprobieren (wenn denn gewollt von der Mehrheit oder einer geschlossenen vom Kapitalismus mit BGE freigestellten Gruppe) -so doch aber das Individuum in die Freibestimmung führt... dieser Gedanke überstrahlt alles und der HartzIv-Gegenwehrkampf ist nur der nötige Schatten zum "Licht" des BGE. Ob man das a la Götz Werner macht oder anders, bliebe anderswo zu diskutieren und wird diskutiert... ich wette mit Ihnen, wenn die Sanktionen abgeschafft sind, mit oder ohne Ralph Boes' Zutun, wird auch Herr Boes feiern und sich freuen! Möge er es genau wie wir anderen möglichst bald erleben!
      Gruß
      FriGGa

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  5. Worum es Ihnen geht, darüber kann man ebenfalls redlich Spekulationen anstellen...
    Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist als Gedanke schon in die Welt eingetreten, bevor Goetz Werner und Ralph Boes überhaupt in den Windeln gelegen haben. Hätte Herr Werner diesen, jetzt verfeinert und konkretisiert, nicht wieder aufgegriffen und zu mehr Popularität verholfen mit bereitwilliger Unterstützung einiger anderer - dann hätten es eben andere getan (oder würden es irgendwann tun)! Punktum.
    Dass dies nur Menschen sein können mit entsprechendem Einfluss, versteht sich von selbst.
    Ein BGE hat schon den Vorteil - statt nur auf der leidigen Sanktionsfrage herumzureiten - dass viel mehr Menschen sich ihrer Zugehörigkeit zu der Gesellschaft stellen müssen, indem sie den, ihre Lebenswirklichkeit direkter betreffenden, Argumenten lauschen. Es eröffnet größere Chancen, auch diejenigen mit uns Boot zu holen, die sonst sagen:
    "Mit Hartz4 und Sanktionen habe ich nichts am Hut. Wird wohl alles seine Richtigkeit haben!"

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    1. Die "leidige Sanktionsfrage" ist aber kein Argument für die Gesellschaft, sondern eins dagegen.
      Und wenn ich das Wort "Chancen" höre, dann platzt mir die Hutschnur. Herumreiten kann man auf einem Ponnyhof. Das BGE mag Gründerväter haben, hat aber keinen Vorteil in Bezug auf die Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft. Welcher Gesellschaft? Etwa der Posthitlerschen, die Strafen gegen Bedingungslose Menschen und Kranke durch Sanktionsandrohungen und Leistungseinschränkungen nach dem SGB XII und SGB II bei nicht konformen Verhaltens verhängt?
      DARUM GEHT ES.
      mArcus

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  6. "Die leidige Sanktionsfrage ist aber kein Argument für die Gesellschaft, sondern eines dagegen."
    Bitte bringen Sie das der Gesellschaft bei! Im Übrigen ist das wie so vieles eine Frage des allgemeinen Standpunktes: Nur über Missstände und leidvolle Erfahrungen, wenn überhaupt, kann eine Entwicklung zum Positiven hin sich vollziehen, und insofern haben Sanktionen auch ihr Gutes, indem sie schmerzhaft in einer Wunde rühren, die wir uns selbst beigebracht haben (und die INSOFERN noch zu wenige an sich selbst erfahren haben.)

    Weiterhin schlage ich vor, sich noch einmal gründlich mit der Thematik des BGE auseinanderzusetzen, um dann vielleicht zu erkennen, inwieweit damit Diskriminierungen und Ausgrenzungen vielfacher Art erheblich erschwert werden würden. Soviel zur Zusammengehörigkeit zu einer Gesellschaft.
    P.S.: Auf einem Ponyhof kann man "herumreiten", sagen Sie also, aber Ihre Hutschnur kann "platzen"? Auf welchem Ponyhof kommt es denn dazu;-)?

    Liebe Grüße!

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  7. Der allgemeine Standpunkt ist keine Frage der bereits stattgefundenen Auseinandersetzung mit dem BGE, sondern eine Feststellung zum Desinteresse für eine Welt mit WENIGER Geld.
    Das beste Beispiel ist die "Geiz ist Geil" Kampagne von Herrn Schäuble, der lügend vorgibt, die Staatsausgaben würden sinken wenn das BSP (Bruttosozialprodukt) nur gesteigert würde. Das BGE ist - auch meiner Meinung nach richtig - aber im Kontext der Gesellschaft nicht vermittelbar, da man dem Kalb nicht einerseits Wasser versprechen und liefern kann, damit es satt geschlachtet wird. Diese Perfidie nutzen die Hüter der Verträge, die Europa als Säuger darstellen wollen, derweil die Kinder orientierungslos im Nirvana von Facebook und Co vor den Apps auf ihren Handys emotional und in Bezug auf eine Gesellschaft politisch verhungern.

    Der Gesellschaft bringt man also etwas bei, wenn man erst gar nicht anfängt eine bilden zu wollen - die größer als 50 Personen ist und daraus einen Widerstand gegen Ideologen konstituiert, im Sinne der Führer.
    Dieser Ponyhof ist eigentlich schon seit 2000 Jahren Realität, muss aber den Geldverteilern durch ein BGE nicht abgelaufen werden.
    Die Aufgabe heißt LEBEN.

    mArcus


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  8. Herr Boes, "einfache" Antworten haben noch nie getaugt. Ob von Parteien ausgesprochen oder von Ihnen.

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Liebe Schreiberin, lieber Schreiber - ich freue mich über ihre Kommentare und veröffentliche sie so schnell wie möglich. Ich bitte allerdings, sich strikt ans Thema des Posts zu halten. Für die Bezugnahme wäre es sehr schön, die Kommentare würden mit NAMEN (oder Kürzel) versehen werden. MfG, Ralph Boes